Thailand: Verzehr von Alkohol soll in Zügen verboten werden

Bangkok – Als Konsequenz auf die Vergewaltigung und Ermordung eines 13-jährigen Mädchens soll künftig sowohl der Verkauf als auch der Konsum alkoholischer Getränke landesweit in allen Zügen des Landes verboten werden. Das gab jetzt der Gouverneur der State Railway of Thailand (SRT) bekannt.

Die Schülerin war im Schlafwagen eines Nachtzugs von Surat Thani nach Bangkok von einem unter Drogen stehenden betrunkenen Bahnmitarbeiter sexuell missbraucht, getötet und danach aus dem Fenster geworfen worden.

Gouverneur Praphat Chongsa-nguan erklärte, er habe inzwischen die SRT-Rechtsabteilung beauftragt eine Verordnung vorzubereiten, die den Verkauf und den Verzehr sämtlicher alkoholischer Getränke an Bord der Züge verbiete. Falls Passagiere Bier, Schnaps oder andere Alkoholika künftig in ihrem Gepäck transportieren wollen, so sei das weiterhin in Ordnung. Wenn jedoch Fahrgäste beim Trinken der im Gepäck verstauten alkoholischen Getränke erwischt würden, dann werde man sie auffordern, den Zug an der nächsten Haltestelle zu verlassen.

Prapas fügte hinzu, dass die SRT außerdem den Hintergrund der Mitarbeiter — speziell der Zeitarbeiter — genauer überprüfen werde, um herauszufinden, ob möglicherweise Vorstrafen vorhanden sind und wenn ja, welcher Art. Des Weiteren denke man darüber nach, wie man generell die Sicherheit von Frauen an Bord der SRT-Züge verbessern könne. Eine der Ideen sei z.B. die Einführung eines speziellen Eisenbahnwagens nur für Frauen.

Den massiven Forderungen nach seinem Rücktritt steht Gouverneur Prapas nach wie vor gelassen gegenüber und behauptet weiterhin, dass die Probleme durch seinen Rücktritt nicht gelöst würden. Quelle: wochenblitz